Tablater Konzertchor

St. Gallen

Willkommen!


Neue Präsidentin

Der Chor hat auf seiner Hauptversammlung am 6. Juni 2015 eine neue Präsidentin gewählt.

Nach rund 15 Jahren als Präsident stellte Peter Surber sein Amt zur Verfügung. Einstimmig wählte der Chor Beatrice Akeret zu seiner Nachfolgerin, die schon bis anhin dem Vorstand angehörte.


Unser aktuelles Projekt:

In stiller Nacht

Der Tablater Konzertchor St.Gallen singt Chorlieder der Romantik.

In stiller Nacht

Die Nacht ist das wahre Medium der Romantik. In der Dämmerung, im Mondschein und im Sternengefunkel leben die Gefühle auf, brechen die Dämme der Vernünftigkeit, hat das Geisterhafte seinen Raum.

Das Konzertprogramm «In stiller Nacht» präsentiert Chorlieder der Hochromantik von Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms, zum Teil a cappella gesungen, zum Teil instrumental begleitet. Neben gemischten Chören erklingen Männerchöre wie das berühmte Schubertlied «Nachtgesang im Walde» oder die selten zu hörenden, anspruchsvollen «Vier Gesänge» für Frauenchor, Hörner und Harfe von Johannes Brahms.

Johannes Brahms
Johannes Brahms (1833-1897)
Franz Schubert
Franz Schubert (1797-1828)

 

Robert Schumann
Robert Schumann (1810-1856)

Begleitet wird der Chor von Piano (Claire Pasquier), Hornquartett (Mathias Fuchs / Olivera Zivkovic / Ivo Dudler / Mauro Bünzli) und Harfe (Sephora Luchsinger-Brägger - angefragt).

Zur geheimnisvollen Stimmung der Lieder gehört untrennbar auch ihr geselliger Charakter – wir laden das Publikum herzlich ein, teilzunehmen an dieser romantischen Nachtpartie.

Konzertdaten:

  • 15. November, 17 Uhr: Kantonsschule Trogen
  • 21. November, 19:30 Uhr (Zeit noch provisorisch):
    Christkatholische Kirche St.Gallen
  • 22. November, 17 Uhr: Tonhalle Wil

zum Inhalt:

In stiller Nacht, zur ersten Wacht,
ein Stimm' begunnt zu klagen,
der nächt'ge Wind hat süss und lind
zu mir den Klang getragen.
Von herben Leid und Traurigkeit
ist mir das Herz zerflossen,
die Blümelein, mit Tränen rein
hab' ich sie all' begossen.

So fängt es an. In stiller Nacht. Und so klingt es weiter. In süssen und herben Klängen. Wie hier in diesem Lied von Johannes Brahms, einem der populärsten und herzergreifendsten Chorlieder der Romantik, ist die Nacht die Zeit der Sehnsüchte, des Bangens und Hoffens, des Liebens und Leidens. Als Gegenpol zur «taghell» erleuchteten Zeit der Aufklärung und der klassischen Abgeklärtheit suchten die Romantiker(innen) die Wahrheit der Gefühle, die Ekstasen und Abgründe der menschlichen Existenz. All das spiegelt sich auch in den Chorliedern dieser Zeit wieder, welche im Zentrum des Programms stehen.

In stiller Nacht also fängt es an. Mit Johannes Brahms und dessen «Schlagern», dem «Abendständchen» und der «Nachtwache». Daneben schrieb Brahms aber auch ein heiteres Potpourri für gemischten Chor, die drei Lieder op. 31: Liebesneckereien, Wechselgesänge zwischen Frauen und Männern, zwischen den «Gleichgültigen» und den «Zärtlichen».

Dann folgt Franz Schubert, der grösste der Romantiker, mit einer Reihe von Männerchören. Die Schubertiaden seiner Zeit waren ein Höhepunkt geselligen Musizierens, und oft hat Schubert für seine Männerfreunde komponiert. Von traditionellem Männerchorgesang unterscheiden sich diese Werke nicht zuletzt durch ihren Schwierigkeitsgrad – entsprechend selten sind hierzulande Werke wie «Widerspruch» oder «Liebe rauscht der Silberbach» zu hören. Höhepunkt dieses Konzertteils ist der «Nachtgesang im Walde» für Männerchor und vier Hörner – ein atmosphärisches, effektvolles Stück Musik, das wie so oft bei Schubert zwischen Melancholie und euphorischer Wildheit oszilliert. Und wo man lernt: «Die Nacht ist im Walde daheim». Waldiges und Nächtliches gehören heimlich-unheimlich zusammen.

Nach den Männern die Frauen: Mit den «vier Gesängen für Frauenchor» wagen sich die Tablaterinnen an ein anspruchsvolles Werk mit einer exquisiten Besetzung: Die Begleitung besteht aus Harfe und zwei Hörnern. Die Texte sind balladenhaft, schauerlich-schön bis verschroben, die Musik schwingt sich in selige Höhen auf – ein Hörgenuss.

Robert Schumann ist der dritte Hochromantiker im Bunde. Und in seinen Frauenchören glühen nicht nur die wundersamsten Klänge, sondern drohen ebenso tödliche Gefahren. Die «Meerfey» zieht den Schiffer zu sich hinunter, das «Waldmädchen» lauert im Dunkel des Waldes, und «In Meeres Mitten» wird die Romantik definitiv zur Epoche der Faszination am Unheimlichen. Eine herausfordernde, zum Teil sechsstimmige Partitur für die Damen des Tablater Konzertchors.

Mit einem Strauss von Chorliedern von Johannes Brahms wiederum für gemischte Besetzung schliesst diese Hommage an das Nächtliche ab. Das Finale heisst, wie könnte es anders sein: «O schöne Nacht».

Vollmond

O schöne Nacht!
Am Himmel märchenhaft
Erglänzt der Mond in seiner ganzen Pracht;
Um ihn der kleinen Sterne liebliche
Genossenschaft.

Es schimmert hell der Tau
Am grünen Halm; mit Macht
Im Fliederbusche schlägt die Nachtigall;
Der Knabe schleicht zu seiner Liebsten sacht -
O schöne Nacht!

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Unser nächstes Projekt:

Jan Dismas Zelenka

  • Miserere ZWV 57
  • Missa votiva ZWV 18 (1739)

Jan Dismas Zelenka

LinkMehr zum Komponisten (Wikipedia)

Probenbeginn:

voraussichtlich 9. Januar 2016

voraussichtliche Konzertdaten:

  • September 2016